
| 1955 | Patricia Highsmith: Der talentierte Mr. Ripley (Roman, englisch) Unbeschwerte Dolce vita: das ist das Leben, von dem Tom Ripley in seinem New Yorker Kellerloch träumt - und das sein Schulfreund Dickie Greenleaf führt. Tom soll diesen - im Auftrag des Vaters - aus Italien zurückholen: ein Traumauftrag für einen armen Nobody wie ihn. Doch niemand ahnt, wie weit Ripley gehen wird, um für immer zu Dickies Welt zu gehören.
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| 1955 | Werner Keller: Und die Bibel hat doch recht (Sachbuch, deutsch) Werner Kellers "Und die Bibel hat doch Recht" gilt als Standardsachbuch zur biblischen Forschung. Hier wird mit wissenschaftlicher Akribie nachgewiesen, was man vielfach nicht wahrhaben wollte, dass nämlich der geschichtliche Wahrheitsgehalt der Bibel nicht länger angezweifelt werden kann. An Nil und Jordan, an Euphrat und Tigris, am Toten Meer und am Mittelmeer haben Hacke und Spaten eine solche Fülle uralter Zeugnisse biblischer Wirklichkeit vom Schutt der Jahrtausende befreit, dass Archäologen, Geologen, Biologen, Botaniker, Sprachforscher und Physiker Schritt für Schritt den Tatsachengehalt mythischer Bibelerzählungen herauszuschälen vermochten.
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| 1955 | Wolfgang Leonhard: Die Revolution entlässt ihre Kinder (Autobiographie, deutsch) Vor 50 Jahren erstmals erschienen: einer der grossen Klassiker der politischen Literatur in Deutschland Dieser bewegende und authentische Bericht liefert eine bedrückende Innenansicht des Stalinismus und wurde nach seinem Erscheinen vor 50 Jahren in kurzer Zeit ein großer Bucherfolg - alleine in Deutschland eine Million Mal verkauft sowie in zehn Sprachen übersetzt.
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| 1955 | Vladimir Nabokov: Lolita (Roman, französisch) Der vielumstrittene, längst zu Weltruhm gelangte und zweifach verfilmte Roman einer tragischen Passion: Ein Vierzigjähriger verfällt dem grazilen Zauber einer kindlichen Nymphe und erfährt die Liebe als absolute Macht über Leben und Tod.
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| 1955 | Francoise Sagan: Bonjour Tristesse (Roman, französisch) Wie jedes Jahr verbringt die siebzehnjährige Cecile ihre Sommerferien an der französischen Rivieria. Sie geniesst die unbeschwerte Zeit, die sie gemeinsam mit ihrem jugendlichen Vater und seiner augenblicklichen Freundin, der schönen, aber etwas naiven Elsa, verbringen darf. Eines Tages platzt Anne, eine Freundin von Ceciles verstorbener Mutter, in diese Idylle der Heiterkeit und Lebenslust. Der Vater ist derart hingerissen von der eleganten und intelligenten Modeschöpferin, dass er schon bald bereit wäre, seinen bisherigen Lebensstil aufzugeben und sie zu heiraten. Mit Anne kämen Ordnung und Disziplin nicht nur in sein Leben, sondern auch in das seiner Tochter. Wenngleich Cecile sehr wohl Sympathie für Anne empfindet, sieht sie doch ihre Freiheit bedroht, so dass sie ein fein ausgeklügeltes Spiel inszeniert, um ihren Vater von Anne zu trennen. Die Rechnung geht auf, allerdings mit weitaus tragischeren Folgen als erwartet.
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| 1955 | Yasar Kemal: Memed mein Falke (Roman, türkisch) In den abgelegenen Dörfern des anatolischen Taurusgebirges herrscht der Grundbesitzer Abdi Aga. Der Bauernsohn Memed hat dessen Hass auf sich gezogen und ist zur Flucht in die Berge gezwungen. Aus dem schmächtigen, ängstlichen Jungen wird ein Räuber, Rebell und Rächer des Volkes. Memed, die Romanfigur Kemals, ist zur Legende geworden. Der Roman wurde in über 30 Sprachen übersetzt und begründete u. a. Yasar Kemals internationalen Erfolg.
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| 1956 | Robert Jungk: Heller als tausend Sonnen (Sachbuch, deutsch) Diese Buch schildert die Arbeit und Vorarbeit der wenigen Wissenschaftler an den ersten Atombomben, und beleuchtet gleichzeitig auch ihre Gewissensfragen und misst die unheimliche Last ihrer Verantwortung. Eine ruhige und überlegene, auf gründlichster Quellenkenntnis fussende Reportage mit der Robert Jungk eines der tiefsten moralischen Probleme unserer Zeit erfasst hat. Der vorliegende Sammelband umfasst zusätzlich die Werke "Die Zukunft hat schon begonnen" und "Strahlen aus der Asche". Die hier vereinigten Bücher sind Tatsachenberichte und moralische Dokumente zugleich - nicht nur Warnung, sondern auch Wegweiser zu einer Synthese zwischen technischem Fortschritt und abendländischer Humanität. Robert Jungk (eigentl. Robert Baum) wurde 1913 in Berlin geboren. Der Publizist und Journalist gilt als einer der ersten Zukunftsforscher und gehörte zu den bedeutendsten Pionieren der internationalen Umwelt- und Friedensbewegung. Er erhielt 1986 den Alternativen Nobelpreis. Jungk starb 1994 in Salzburg.
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| 1957 | Max Frisch: Homo Faber (Roman, deutsch) "Homo faber" wird der Schweizer Ingenieur Walter Faber beziehungsreich genannt, dem dieser Bericht in den Mund gelegt wird und der sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt. Diesen Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten hat, lässt Frisch systematisch mit der aussertechnischen Welt, dem Irrationalen, zusammenstossen. Faber bleibt davon zunächst unerschüttert: Die Notlandung seines Flugzeugs in der Wüste, der Selbstmord seines ehemaligen Freundes im Dschungel von Mexiko, das bringt sein rational zementiertes Weltbild nicht ins Wanken. Ernsthaft wird es erst bedroht, als Faber durch die Ereignisse zu einem Rechenschaftsbericht über seine eigene Vergangenheit gezwungen wird. Ein junges Mädchen verliebt sich in ihn, und es stellt sich heraus, dass es seine eigene Tochter ist, von deren Existenz er nichts gewusst hat.
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| 1957 | Boris Pasternak: Doktor Shiwago (Roman, russisch) "Doktor Shiwago" beginnt im Jahr 1903 und endet 1929 mit dem Tod des Arztes und Dichters Juri Shiwago, der in einer überfüllten Moskauer Strassenbahn einem Herzschlag erliegt. Im Mittelpunkt des opulent erzählten Romans steht die tragische Liebesgeschichte zwischen Shiwago und der Lehrerin Lara. Wie in allen grossen Liebesromanen der Weltliteratur gerät auch Shiwagos Liebe in Konflikt mit den gesellschaftlichen Mächten seiner Zeit. Trotz aller ideologischen Zwänge gelingt es Shiwago zwar, seine innere Freiheit zu bewahren. Letztlich aber scheitert er an den Irrungen seiner Epoche und am Leben im totalitären Staat.
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| 1957 | Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution (Sachbuch, deutsch) Indem menschliche Bedürfnisse von der Gesellschaft geformt, gewandelt, aber auch unterdrückt werden, entsteht nach Reich die psychische Struktur des Menschen, die sich im steten Kampf zwischen gesellschaftlichem Anspruch und individuellem Trieb entwickelt. Reich deutet den Kern dieser praktisch-politischen Psychologie als Sexualpolitik und interpretiert das Wesen der seelischen Tätigkeit als sexuelle Funktion. Den Hauptmechanismus der sexual- und lustfeindlichen Charakterstruktur erblickt Reich vor allem in der Unterdrückung der sexuellen Freiheit der Kinder und Jugendlichen, deren genitalen Impulse er verteidigt. Er betrachtet die Menschheit als Opfer einer fehlgeleiteten Entwicklung, deren Krankheit darin besteht, orgastisch impotent zu sein. Diese Tatsache bestimmt nach Reich das gesamte Denken und Handeln der Menschheit.
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| 1958 | Vance Packard: Die geheimen Verführer (Sachbuch, englisch) "Dieses Buch stellt einen Versuch dar, ein fremdes und ziemlich üppig wucherndes neues Gebiet des amerikanischen Lebens zu erkunden. Es handelt von der Art und Weise, in der viele von uns in ihrer alltäglichen Lebensführung beeinflusst und bearbeitet werden." Vance Packard deckt auf, wie sich Wirtschaftler und Politiker mit Hilfe der Tiefenpsychologie sozusagen einen Nachschlüssel zu unserem Unterbewusstsein angefertigt haben. Sie stehen an der Schalttafel unseres Innenlebens und steuern von dorther mit geübten Griffen als "geheime Verführer" nicht nur unseren Verbrauch, unsere Wunschwelt, unsere Mussestunden, sondern auch unsere politischen Entscheidungen.
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| 1958 | Leon Uris: Exodus (Roman, englisch) Die dramatischen Ereignisse, die zur Geburt des Staates Israel führten, bilden den Rahmen für Leon Uris' brillantes Epos: Er erzählt die Geschichte einer amerikanischen Krankenschwester, eines jüdischen Freiheitskämpfers und zahlreicher weiterer Menschen, die hineingerissen werden in den Kampf eines Volkes um Freiheit und Eigenständigkeit.
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| 1959 | Günter Grass: Die Blechtrommel (Roman, deutsch) Anfang der 50er Jahre trommelt und schreibt in einer Heil- und Pflegeanstalt ein Buckliger des Jahrgangs 1924 die Geschichte seines Lebens und seiner Familie vom Beginn des Jahrhunderts bis in das Deutschland Adenauers. Oskar Matzerath hat alles gesehen und gehört, nichts ist ihm entgangen, denn er war ein hellhöriger Säugling, dessen geistige Entwicklung bereits bei der Geburt abgeschlossen war. Der Aussenseiter, der Wirklichkeit ertrommeln und Glas zersingen kann, erweist sich dabei als der einzige Gesunde in einer Welt des Scheins, der Lüge und des Verbrechens. Mit dem Erscheinen der "Blechtrommel" 1959 gewann der deutsche Nachkriegsroman Anschluss an die Weltliteratur und Oskar der Trommler seinen festen Platz in der modernen Mythologie.
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| 1959 | Rudolf Pörtner: Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit (Sachbuch, deutsch) Mit diesem Buch erschien erstmalig eine sehr anschauliche Übersicht über die Erfolge der in weiten Kreisen kaum bekannten archäologischen Forschung und über die Verdienste der "Provinzarchäologie", die wesentlich dazu beitrug, dass wir uns heute ein deutliches Bild vom Leben der Römer und Germanen auf deutschem Boden machen können. Pörtner gelang damit nicht nur, das uns sichtbar gebliebene Erbe der Vergangenheit mit leichter, zuverlässiger Hand wieder in die materielle, geistige und kulturelle Umwelt jener Zeit einzubetten, er vermochte es auch anschaulich und unverlierbar ins Bewusstsein von Millionen zu bringen.
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| 1959 | Luise Rinser: Mitte des Lebens (Roman, deutsch) Als Luise Rinsers Roman "Mitte des Lebens" zum ersten Mal erschien, schrieb Die Weltwoche in Zürich: "Dieser Roman, eine Liebesgeschichte ... schildert die erfüllungslose Liebe eines um zwanzig Jahre älteren Mannes, Dr. Stein, Professor der Medizin, zu der jungen Studentin Nina Buschmann, die im Laufe der Handlung zur Frau heranwächst ... Das Buch ist viel mehr als eine blosse Liebesgeschichte, es ist die Summe der Lebens- und Kunsterfahrungen einer Dichterin, die ihre Zeit durchlitten und durchfochten hat, um sie nun zu sublimieren, Kindheit und Tod, Leidenschaft und Leere des Herzens, Künstlertum und Abstraktion, das ganze Leben schillert reich und vielfältig aus seinen Seiten."
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