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"Heini von Uri" von Adolf Haller

Persönlicher Lesetipp von Heinz Oehen

"Heini von Uri" von Adolf Haller
Heinz Oehen

Zwischen der "Globiwelt" und der "Karl May Phase" hat mich, den damals Elfjährigen, ein Buch völlig begeistert. Ab diesem Alter las ich intensiv und unendlich viel. Aber besonders an dieses eine Buch, das ich mehrmals gelesen habe, erinnere ich mich auch noch nach 40 Jahren gerne. Der "Heini von Uri" ist die Geschichte eines Knaben, der in der Zeit um die Schlacht von Sempach (1386) lebte. Ein Heini von Uri aus jener Zeit ist historisch überliefert. Er war Narr am Hofe des Habsburger Herzogs Leopold. Der Autor Adolf Haller spinnt seine Geschichte um diese historische Gestalt. Das Buch beginnt mit einem Unfall. Fast wäre Heini in einem Föhnsturm vor Luzern ertrunken, hätte ihn nicht der Schultheiss gerettet. Der elternlose Heini  kann in der Schultheissenfamilie in Luzern bleiben und wächst zusammen mit Ursul, der Tochter dieser Familie, auf. Er trägt Kinderbandenkriege gegen die politischen Gegner des Schultheissen aus und besteigt verbotenerweise den Pilatus - damals ein schwerer Gesetzesverstoss. Heini muss Luzern verlassen. Er kommt an den Hof des Habsburger Herzogs Leopold, lernt das ritterliche Leben kennen und dient dem Herzog als Hofnarr. Bei dessen Kampf gegen die Autonomiebestrebungen der Stadt Luzern wird Heini in der Schlacht von Sempach verwundet und nach Luzern geführt. Seine frühere Gefährtin Ursul heiratet ihn und rettet Heini damit vor dem Todesurteil - ein freudentränenreiches Ende.

Der Lehrer Adolf Haller (1897-1970) schrieb verschiedene Jugendbücher und -theater, für Erwachsene vorwiegend biografische Darstellungen u.a. von Heinrich Pestalozzi. 1947 und 1967 hat er den schweizerischen Jugendbuchpreis erhalten. "Heini von Uri" entspricht dem konservativen Zeitgeist und dem Geschichtsverständnis von damals. Man merkt, dass es in der Zeit des II. Weltkrieges geschrieben worden ist und im Kontext der geistigen Landesverteidigung steht.

Dies alles hat mich natürlich als Knabe nicht gestört. Ich war damals von Ritter- und Heldengeschichten begeistert und wäre am liebsten selber gerne Heini von Uri gewesen. Die Freude und das Interesse am Mittelalter ist bis heute geblieben. In der Stadtbibliothek finde ich eine grosse Auswahl an historischen Romanen und Sachbüchern. Mit meiner Frau und unseren fünfjährigen Zwillingen besuche ich oft Schlösser und Burgen und lese gerne Sagen- und Rittergeschichten vor.

Heute gibt es hervorragende Ritterbücher auch für jüngere Kinder. Empfehlenswert ist z.B. das Kinderbuch über den Ritter Trenk.

Noch ein Tipp: Wenn Sie gerne wieder einmal ein Buch aus ihrer Jugendzeit lesen würden, finden Sie in der Stadtbibliothek einen grossen Magazinbestand mit zahlreichen Erwachsen- und Jugendbüchern vorwiegend von Schweizer Autorinnen und Autoren.


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